Biber! Weil Wasser Leben ist

Fachbüro Biberfragen und Auenschutz – Eine junge Wissenschaftlerin, Ökologin und Zoologin, die in einem Naturschutzgebiet in den Bergen eine Fotofalle aufstellt, um Daten über Populationen gefährdeter und seltener Tierarten zu sammeln, Wildtierreservat

Wissenschaftliche Expertise (Erfassung, Bewertung, Begutachtung), Entwicklung von langfristigen Lösungen auch bei komplexen Fragestellungen im Umgang mit Bibern, wie der Um- oder bibergerechten Gestaltung von Gewässerabschnitten, Wissenstransfer bei Bibertouren an ausgewählte Standorte für alle Interessierten, Gruppen und Schulklassen, Schulungen. Pflege verletzter, verwaister, verunfallter Biber sowie Pflege und Schutz von Fledermäusen im Kreis Waldshut.

1996, als der Biber von der Schweiz aus den Unterlauf der Wutach zu besiedeln begann, begegnete ich ihm das erste Mal und folge ihm seither, weil er den Landschaftswasserhaushalt beeinflusst, das Gewässerökosystem samt aller Lebewesen darin stabilisiert und gegen Extreme abpuffert. Er siedelte vor uns Menschen an den Bächen und Flüssen der Nordhalbkugel, bereitete den Weg für uns und nutzt uns heute ebenso, weil seine Dämme den Abfluss verlangsamen, das Wasser in der Landschaft halten und die Grundwasserneubildung fördern. Er wirkt dynamisch, ändert sich stetig und wirkt wie kein anderer in und an Gewässern und an deren gesamten Einzugsgebiet. Diese ursprüngliche Dynamik trifft auf ein vom Menschen geregeltes Abfluss-, Überschwemmungs- und Rückhaltesystem inmitten festgelegter Siedlungs- und Infrastrukturen, auf der Basis digitaler Steuersysteme.

Dieses Spannungsfeld, das nur über eine intensive Beratung, fachliches Know-how, sehr viel Erfahrung, Empathie und auf Lösungen an Gewässern und nicht am Biber ansetzt, hat mich 1996 auf den Plan gerufen. Der Biber zeigt mir, was es an Gewässern braucht, damit Amphibien in der heutigen Kulturlandschaft überhaupt eine Überlebenschance haben. 

Biberstation Südschwarzwald - Fachbüro Biberfragen – Ein Biberweibchen, das nach oben schaut und versucht, zu riechen

Auen und Wildnis liegen auf meinem Weg mit dem Biber und mir stellen sich immer wieder neue „Biberfragen“. Eine Tierart, die in einem dynamischen Lebensraum lebt und bei der es immer wieder neues dynamisches Verhalten zu entdecken gibt und wo genaues Hinschauen erforderlich ist. Routine reicht hier nicht aus. 

Fledermäuse und Amphibien sind in meinen Bemühungen um den Biber wichtige  Indikatoren für intakte Auelandschaften.

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Als selbstständige Biologin hatte ich im Jahr 2000 zunächst ein  Büro für Auenökologie, war längere Zeit ehrenamtlich für den NABU aktiv, bin dann zeitnah ins amtliche Bibermanagement des Regierungsbezirks Freiburg eingestiegen, war in ganz Baden-Württemberg aktiv und eng in die Fragestellungen rund um die vormalige Biberkoordinationsstelle bei der LUBW eingebunden. Die ganze Zeit über als selbstständiges Fachbüro für Biberfragen und Auenschutz bis 2023.

Seither arbeite ich wieder als freies Büro und berate zu sämtlichen Fragen rund um das Thema Biber, pflege seit 2004 verwaiste oder verletzte Biber und biete Bibertouren oder Schulungen an. Dabei liegt mir der Schutz des Bibers und der von ihm gestalteten Gewässerlandschaften besonders am Herzen. 

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Fachbüro Biberfragen und Auenschutz – Eine junge Wissenschaftlerin, Ökologin und Zoologin, die in einem Naturschutzgebiet in den Bergen eine Fotofalle aufstellt, um Daten über Populationen gefährdeter und seltener Tierarten zu sammeln, Wildtierreservat

Beim Bibermanagement fokussiere ich mich auf langfristige Lösungsansätze und verwende dabei eine Methodik, die von 2014 bis 2019 im Landkreis Schwarzwald-Baar gemeinsam mit Vertretern der betroffenen Interessensbereiche ausgearbeitet wurde. Die praktische Umsetzung der Lösungen ist mir dabei sehr wichtig. Reden und schreiben kann man viel, die jeweilige Situation und die Beteiligten vor Ort, die jeweiligen Biberansiedlungen und das zu betrachtende Gewässer bestimmen, wie eine Maßnahme letztlich zu gestalten ist. Wesentliches Merkmal der von mir bevorzugten Methode ist die Balance zwischen notwendigen Eingriffen und ausreichendem Biberlebensraum, wo die Art eigenständig gestalten und unsere Bemühungen um intakte Gewässer unterstützen kann. Letztlich das Einzige, was dauerhaft eine friedliche Koexistenz mit dem Biber und der von ihm geschaffenen Wildnis möglich macht. Die Schaffung von Akzeptanz ist ein wesentliches Ziel in der Zusammenarbeit mit Betroffenen und Interessierten.

Jetzt neu bei uns

Meine Tätigkeiten

Fachbüro Biberfragen und Auenschutz – Benutzersymbol

Erfassen und Bewerten (Gutachten), Beraten und Lösen (Konflikte und Lösungsansätze)

Fachbüro Biberfragen und Auenschutz – Gebäudesymbol

Aufklären und Informieren (Schulungen und Touren), Pflegen (verletzte, verwaiste verunfallte Biber)

Fachbüro Biberfragen und Auenschutz – Symbol für Biodiversität

Ich bin Mitglied in der bundesweiten Arbeitsgruppe Bisam, Biber, Nutria (s. auch Empfehlungen)

Ich unterstütze das Netzwerk Biberschutz Baden-Württemberg.

Die Bibertouren vermitteln Wissen und Eindrücke von der faszinierenden Lebensweise des Bibers und seinen Aktivitäten in den jeweiligen Naturräumen: Landschaftsgestaltung aus tierischer Hand, mit dem Mund geformt. Gleichzeitig weisen sie auf die Herausforderungen in der Kulturlandschaft hin und zeigen Auswege bei Konflikten. Sie eignen sich für Freizeit, Tagesausflüge, Events, Naturinteressierte oder Betroffene, die sich gezielt informieren wollen. 

Individuelle Gestaltung, ganzjährig, für Einzelpersonen, Familien, Gruppen
Kinder ab Vorschulalter
Tourenvorschläge im Südschwarzwald und entlang des Rheins
Wichtig: Festes Schuhwerk

Anmeldung erforderlich, kurzfristig möglich.